Abreise Chaos
Posted in Uncategorized on 07/03/2009 10:11 am by adminJa, auch diese Zeit hier in Schweden geht vorbei und ich habe zwar meine Abreise hier ordentlich vorbereitet. Trotzdem gab es doch unvorhersehbare Pannen, die sich lohnen hier weiter zu beschreiben. Es fing schonmal damit an, dass ich nicht wie erwartet mit dem Auto abgeholt werden sollte, sondern nach Berlin flog. Eigentlich nicht so das Problem, den Flughafen kannte ich inzwischen, den Flug hatte ich auch schon im Mai gebucht, aber ich hatte inziwischen sehr viel Gepäck. Klar, einiges habe ich schon meinem Besuch wieder mitgegeben, aber es blieb noch genug übrig um mir sorgen zu machen. Ich hatte zwei Reisetaschen. Diese Sorge schrie doch gerade nach einer Probepack-Aktion, die dann auch eine Woche vor Abflug stattfand. Ergebnis dieser Aktion war, dass es ganz knapp klappen könnte. Das waren dann aber ungefähr zwei Hantücher zuviel Risiko für mich und ich beschloß mir irgendwo ein Paket zu besorgen, nur für den Fall der Fälle. Das Paket war garnicht nötig, als ich am Samstag vor meinem Abflug über den Campus schlenderte und mir ein schöner weinroter Koffer ins Blickfeld sprang. Vor verlassenen Koffern brauch man in Växjö auf dem Campus eigentlich keine Angst haben oder die Polizei rufen, also nahm ich ihn mit.
Öffnen konnte ich ihn spontan nicht, weil er mit einem kleinen Zahlenschloss ausgestattet war, aber er fühlte sich leer an. Vor PG 10 versuchte ich ihn dann erstmal zu öffnen. Ich konnte den Code für das Zahlenschloss durch genaues Lauschen herausfinden und fand aus nichts ausser einer Kerze. Ok, keine Bombe, jetzt hatte ich also einen Koffer!
Nun stand meiner Echt-Pack-Aktion nichts mehr im Wege: Der Koffer war so groß, dass ich sogar erst eine Reisetasche in einen Gefrierbeutel quetschte und sie auch in den Koffer legte.
Am Abend vor meiner Abreise war dann nicht mehr viel mit Packen. Die Iraner haben ein persisches Gericht gekocht und es gab Sofies Kladdkaka zum Nachtisch. Wir waren am Ende soo vollgefuttert, dass wir noch auf dem Campus spazieren gegangen sind. Es war dann schon nach 23.00 Uhr und die Verdauung hatte bis dahin schon so gute Dienste getan, dass wir noch bis 0.30 Uhr in Blaubeerbüschen auf dem Campus am See saßen und Blaubeeren futterten. Geschlafen hab ich dann auch ein wenig aber am Morgen (4.00 Uhr!) kam ein Schreck nach dem anderen. Um 4.30 fiel mir auf, dass ich ein Handtuch und ein paar Kopfhörer beim besten Willen nicht mehr reinkriege - aber hey, ich hatte ja noch den Gefrierbeutel mit Reisetasche No.2! Also, Koffer wieder auf, alles etwas lockerer gepackt und um 5.00 standen dann drei statt zwei GEpäckstücke reisefertig auf dem Flur! Fast …. der Koffer ging wieder auf als Sofie und ich ihn hinstellten! Na, jetzt weiß ich warum den niemand haben wollte! In geschlossenem Zustand fast tadellos, aber wenn man ich packt (und nicht mal zu voll!) geht der nicht zu! Naja, in diesem Moment konnte ich nun nix mehr machen und änderte meine Anti-Risiko Einstellund in die No-Risk-no-Fun Einstellund und los gings zum Flughafen. Ich hätte ja aufgrund meiner Flygbuss-Erfahrung mit ca. einer halben Stunde Fahrt gerechnet, aber Sophie fuhr das Auto… also waren wir in 15 Minuten am Flughafen. Dort haben wir dann mit der Stewardess über den mit Schließmacken behafteten Koffer gesprochen und sie hatte genug Klebeband um alles fein zu verarzten - ja, der Koffer sah wirklich verarztet danach aus. Aber es hat gehalten und sie hat sich gefreut, dass uns das vorher aufgefallen ist. Es folgte eine lange Abschiedszeremonie von meinen Nachbarn aus PG10, was zu traurig zu beschreiben wäre und dann ging es ins Flugzeug nach Hause….
P.S.: Der Koffer öffnete sich erst wieder auf dem Parkplatz vom Flughafen Tegel, puuhh, das wär geschafft!

